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Weiterer Vorverkauf

 Coronabedingt ist an der Staatsoper Hamburg bisher der Kartenvorverkauf bis 5. Dezember 2020 möglich. Nun erweitert die Hamburgische Staatsoper den Kartenvorverkauf für die Vorstellungen und Konzerte der Staatsoper Hamburg, des Hamburg Ballett und des Philharmonischen Staatsorchesters ab dem 6. Dezember 2020: Jeweils vier Wochen vor dem Veranstaltungstermin sind Karten im Telefonverkauf und der Tageskasse zu erwerben. Eintrittskarten für die Konzerte in der Elbphilharmonie sind auch über den dortigen Telefon- oder Tageskassenverkauf erhältlich. Coronabedingt gibt es Anpassungen im Spielplan bei Premieren, Wiederaufnahmen und im Repertoire sowie bei Konzertprogrammen.

Premieren der Staatsoper Hamburg
Die Staatsoper Hamburg hat bewusst die Spielzeit 2020/21 mit neuen Produktionen wie molto agitato und dem Doppelabend Pierrot lunaire/La voix humaine eröffnet. Mit den bislang gesammelten Erfahrungen im Hygiene- und Abstandskonzept wie auch im Besuchermanagement werden nun Zug um Zug auch wieder die ursprünglich geplanten Premieren der Spielzeit 2020/21 und das Repertoire der Staatsoper Einzug in den Spielplan haben. Die nächste Premiere ist am 14. Dezember 2020 Die Fledermaus
von Johann Strauß. Inszenierung, Choreografie, Bühnenbild und Kostüme stammen von dem bekannten Duo Renaud Doucet und André Barbe. Die Musikalische Leitung hat Jonathan Darlington. Die Rolle des Eisenstein ist mit Matthias Klink und Bo Skovhus alternierend besetzt. Hulkar Sabirova ist Rosalinde und erstmals an der Staatsoper zu erleben. Es folgt am 24. Januar 2021 als weitere Premiere Manon von Jules Massenet mit Elsa Dreisig in der Titelpartie. Die Musikalische Leitung hat Sébastien Rouland, es inszeniert David Bösch.

Foto: Hans Jörg Michel

Repertoire der Staatsoper Hamburg
Im Repertoire steht ab dem 23. Dezember der beliebte Familien-Klassiker Hänsel und Gretel mit kleinerer Orchestervariante auf dem Spielplan. Die Musikalische Leitung des Philharmonischen Staatsorchesters hat Volker Krafft.
Aida von Giuseppe Verdi wird ab 9. Januar 2021 für vier Vorstellungen als konzertante Aufführung angeboten. Am Pult Kazushi Ono und in der Titelpartie Adina Aaron.
Die Produktion Il Turco in Italia von Gioachino Rossini ab dem 26. Januar 2021 wird für vier Vorstellungen in einer szenisch bearbeiteten Version stattfinden. Donna Fiorilla wird von Hasmik Torosyan interpretiert, Don Geronio von Renato Girolami.
Die personenintensive Produktion La Belle Hélène von Jacques Offenbach wird coronabedingt leider nicht ab 20. Februar 2021 stattfinden können, sie wird durch Mozarts Die Zauberflöte ersetzt.

Uraufführung und Wiederaufnahme des Hamburg Ballett
 Trotz der Einschränkungen, die sich durch die Corona-Pandemie ergeben, lässt es sich John Neumeier nicht nehmen, große abendfüllende Ballette auf der Bühne der Hamburgischen Staatsoper zu realisieren. So bringt das Hamburg Ballett am 6. Dezember unter dem Titel Beethoven-Projekt II ein neues Ballett von John Neumeier als bereits zweite Uraufführung der Saison 2020/21 heraus. Fasziniert von der Auseinandersetzung mit Ludwig van Beethovens Musik in seinem 2018 uraufgeführten Beethoven-Projekt, setzt John Neumeier seine Beschäftigung mit verschiedenen musikalischen Formen dieses Komponisten fort und verbindet sie kaleidoskopartig zu einem choreografischen Bild von Beethovens Gesamtwerk. Beethoven-Projekt II ersetzt die angekündigte Premiere der Produktion Beethoven 9, die unter den aktuell gültigen Hygieneschutzbestimmungen mit Live-Musik nicht realisierbar ist. Kent Nagano dirigiert das Philharmonische Staatsorchester. Die Solisten der Uraufführung sind Klaus Florian Vogt (Tenor), Mari Kodama (Klavier) und Anton Barakhovsky (Violine). Albert Kriemler verantwortet das Kostümdesign. Das Bühnenbild wird von Heinrich Tröger entworfen
Die durch den Lockdown kurzfristig ausgefallene Wiederaufnahme von John Neumeiers Ballett Hamlet wird am 10. Februar nachgeholt. Das Ballett zur Musik von Michael Tippett ist eine Synthese von John Neumeiers kreativer Auseinandersetzung mit dem Hamlet-Stoffkreis rund um Shakespeare und der Danmarkskronike des Saxo Grammaticus.

Ghost Light © Kiran West, Christopher Evans

Repertoire des Hamburg Ballett
Nach dem ausverkauften Saisonauftakt mit der Uraufführung von Ghost Light tanzt das Hamburg Ballett im Dezember und Januar insgesamt fünf weitere Vorstellungen des in Corona-Zeiten kreierten Balletts von John Neumeier. Der renommierte Schubert-Interpret David Fray wird an den Abenden des 13. und 15. Dezember für die Interpretation der Klaviermusik erwartet, an allen weiteren Terminen soll der Pianist der Uraufführung Michal Bialk spielen.

Mit drei Vorstellungen des festlichen Balletts Weihnachtsoratorium I-VI von John Neumeier ab dem 17. Dezember begeht das Hamburg Ballett traditionell die Weihnachtszeit. Ab dem 6. Januar steht John Neumeiers Mahler-Ballettabend All Our Yesterdays mit vier Vorstellungen auf dem Spielplan. John Neumeiers Shakespeare-Ballett Ein Sommernachtstraum kehrt ab dem 17. Januar für eine Vorstellungsserie mit sechs Terminen zurück auf die Bühne der Hamburgischen Staatsoper. Vier Vorstellungen ab dem 26. Februar von Tod in Venedig, ein Totentanz von John Neumeier,runden das Repertoire ab.

Am 31. Januar und 14. Februar bringt John Neumeier seine lang ersehnten Ballett-Werkstätten zurück auf die Bühne.
Die Ballette Hamlet, Weihnachtsoratorium I-VI und All Our Yesterdays werden coronabedingt ausschließlich mit aufgezeichneter Musik aufgeführt.

Konzerte des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg
 Wie bereits in den ersten Monaten der neuen Konzertsaison werden die Konzerte des Philharmonischen Staatsorchesters weiterhin der aktuellen Situation angepasst. Die Programme werden auf jeweils rund 60 Minuten Dauer verkürzt und wenn möglich mehrfach gespielt. Abonnements bleiben bis auf weiteres ausgesetzt, Abonnenten erhalten für Konzerte ihrer Serie ein Vorkaufsrecht zum Abonnementspreis. Unter Leitung von Kent Nagano sind die Philharmoniker im Dezember mit drei Konzertprogrammen zu erleben: Ein Sonderkonzert in St. Michaelis mit Werken von Fauré, Bach und Bruckner steht am 11. Dezember 2020 zweimal auf dem Programm. Am 20./21. Dezember 2020 folgt das 4. Philharmonische Konzert mit Werken von Vivaldi und Brahms an vier Terminen in der Elbphilharmonie. Zum Jahresausklang präsentieren die Philharmoniker zweimal das beliebte Silvesterkonzert mit Werken von Barber und Mozart. Kammermusikalisch sind die Philharmoniker am 6. Dezember 2020 zweimal zu hören mit Werken von Schulhoff, Hindemith und Eisler. Im Januar hat sich das Philharmonische Staatsorchester für das 5. Philharmonische Konzert mit dem japanischen Dirigenten Yutaka Sado und dem israelischen Mandolinisten Avi Avital zwei hochkarätige Gastkünstler eingeladen; im Februar gibt es ein Wiedersehen mit Dirigent Adam Fischer im 6. Philharmonischen Konzert.

Kartenvorverkauf
Der Kartenvorverkauf für die Vorstellungen bis 5. Dezember 2020 läuft bereits. Für Aufführungen ab dem 6. Dezember 2020 startet der allgemeine Verkauf jeweils vier Wochen vor dem Veranstaltungstermin, Abonnenten können Abo-Zusatzkarten bereits eine Woche vorher erwerben. Fallen diese Termine auf einen Samstag, Sonn- oder Feiertag, beginnt der Verkauf am letzten Werktag (Mo-Fr) davor. Für die Kartenvergabe zu den Ballett-Werkstätten ist ein Bewerbungsverfahren geplant. Details zu Terminen und Verfahren werden später bekanntgegeben.

Um die durch die Corona-Pandemie notwendigen Regelungen bei der Platzvergabe in den Vorstellungen einhalten zu können, bietet die Hamburgische Staatsoper Eintrittskarten im Telefonverkauf (Tel. 040-35 68 68) oder an der Tageskasse an. Eintrittskarten für die Konzerte in der Elbphilharmonie sind auch über den dortigen Telefon- oder Tageskassenverkauf erhältlich. Ein Online-Verkauf ist leider temporär nicht möglich.
Das Abonnement bleibt bis auf weiteres ausgesetzt, Abonnenten erhalten für Vorstellungen ihrer Serie jedoch ein Vorkaufsrecht zu Abonnementskonditionen, über das sie jeweils rechtzeitig schriftlich informiert werden.

In der zurzeit gültigen Verordnung des Senats ist die zulässige Teilnehmerzahl für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen auf höchstens 650 Sitzplätze begrenzt. Bei Einhaltung der festgelegten Abstandsgebote von 1,5 m wird diese Maximalzahl nicht vollständig ausgeschöpft, maximal rund 500 Plätze in der Staatsoper bzw. 620 Plätze werden in der Elbphilharmonie besetzt. Bis zum Beginn der Vorstellungen müssen die Besucherinnen und Besucher auf ihren Sitzplätzen und allen Laufwegen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Pressemitteilung, 23.10.2020

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